Was ist so interessant am Einsatz von RFID in der Luft- und Raumfahrt?
RFID bedeutet Radio Frequency Identification, was laut Wikipedia auf deutsch soviel bedeutet wie Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen. Man kann damit Gegenstände berührungslos identifizieren, lokalisieren und Daten erfassen und speichern.
Damit wird auch klar, welcher Nutzen sich für die Luft- und Raumfahrtindustrie ergibt. Das amerikanische Verteidigungsministerium greift beispielsweise auf ein Netzwerk von ca. 43.000 Zulieferer zurück und lässt diese seit Anfang 2005 ihre Produkte mit RFID-Tags versehen. Aber auch anderswo in der Luft- und Raumfahrt ist es nicht unüblich, dass zwischen dem Systemintegrator und der niedrigsten Ebene der Lieferkette sechs oder sieben Firmen stehen, die es nahtlos zu integrieren gilt. Der Einsatz von RFID-Tags verspricht aber nicht nur Optimierungspotenzial für die Lieferkette, sondern auch bei Inspektion, Wartung und Instandsetzung der Flugzeuge. Informationen, z.B. über Inspektions- und Wartungsvorgänge, können direkt am Objekt gespeichert werden.
Wie funktioniert RFID?
Kurz gesagt, wird ein RFID-Transponder direkt am oder im Gegenstand angebracht. Mit einem speziellen Lesegerät kann man die spezifische Kennung dieses Transponders auslesen und bei bestimmten Tags sogar Daten darauf schreiben. Dafür hat man sich auf verschiedene Frequenzen für die Kommunikation zwischen Transponder und Lesegerät geeinigt, die verschiedene Möglichkeiten zum Übertragen von Daten bieten. Darauf kommen wir später nochmal zurück.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang noch eine sogenannte Middleware, die über Schnittstellen die ausgelesenen Daten in Datenbanken einträgt. Dort können diese dann verarbeitet und gespeichert werden.
Warum ein Vortrag zu diesem Thema?
Dies bezieht sich aber bislang hauptsächlich auf Module und Systeme. Wir als Elektronik-Dienstleister mit Fokus auf die Luft- und Raumfahrt haben uns speziell dazu Gedanken gemacht, wie man auch die Komponenten von Modulen und Systemen, sprich: Leiterplatten, mit RFID-Tags versehen kann. Da gibt es bereits einige Ansätze, aber soweit wir das sehen können, bieten alle bisher vorgestellten Lösungen neben den Vorteilen auch einige Nachteile.
Wir als alpha-board haben eine Lösung erarbeitet, die wir auf der ILA vorstellen wollen. Wir hoffen auf anregende Diskussionen mit interessierten Kunden und Anwendern. Wir haben unseren Stand auf dem BDLI-Gemeinschaftsstand entsprechend aufgebaut. Wir haben Pressemitteilungen zum Thema verfasst. Wir präsentieren unsere Lösung in einem kleinen Modell auf dem Stand.
Und ich werde das Forum auf dem ISC nutzen, um einen Vortrag zum Thema zu halten, der die Diskussion weiter anregen soll.
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