Mittwoch, 21. Mai 2008

Vorbereitung auf den RFID-Vortrag auf dem ISC

Die Vorbereitung auf Vorträge ist ziemlich aufwändig. Eine Daumenregel sagt, dass man für eine Minute Vortrag ca. 1 Stunde Vorbereitung einplanen soll.

Mir und meinem Vortrag auf dem ISC sind 20 Minuten eingeräumt werden. Da man live immer etwas mehr quasselt als bei den Probeläufen vorher, ziele ich in der Vorbereitung auf 15 Minuten Vortragszeit. Sollte ich zu schnell fertig sein, gibt's danach ja noch eine Fragerunde. Die ist dann eben fünf Minuten länger... und nicht vergessen - ich bin der letzte Vortragende des Tages, und gleich nach mir beginnt die Happy Hour. Da werden ohnehin alle ungeduldig auf ihren Stühlen umher rutschen und sich wünschen, dass ich zum Ende komme.

15 Minuten heisst also 15 Stunden Vorbereitung. Und das neben meiner Arbeit im Marketing unseres Unternehmens. Da fragt man sich immer wieder, was einen geritten hat, als man sich für den Vortrag anmeldete... aber mir machen Vorträge Spaß. Ich mag das Gefühl, wenn alles klappt und die Zuhörer mir aufmerksam folgen. An meinen Lippen kleben. Gebannt lauschen.

Dafür muss man dann aber auch gut vorbereitet sein. Dafür erwarten die Zuschauer eine packende Story. Die muss ausgearbeitet werden, und ich finde, man sollte seine Story auswendig kennen. Wohl gemerkt, die Story - nicht seinen Text. Nichts ist schlimmer als Vortragende, die sich von Folie zu Folie hangeln und ihren Text ablesen. Eine Verbindung zum Publikum lässt sich so nicht aufbauen.

Also lautet die Devise Story ausarbeiten und sich sehr gut damit auseinander setzen. Ich benutze dafür Mind Maps (kostenlos gibt's die zum Beispiel hier). Mind Maps helfen mir, Inhalte zu visualisieren und miteinander in Verbindung zu setzen. Und sie unterstützen mich darin, meine Story am Ende auch auswendig zu lernen.

Wir haben uns also hingesetzt, und angefangen, Material zusammen zu tragen. Meine Story wird in etwa so aussehen:

1. Was ist RFID und was ist so toll daran?
2. Wie kann man Leiterplatten (printed circuit boards - PCB) identifizieren und wo kommt da RFID ins Spiel?
3. Sollte sich die Luft- und Raumfahrt dafür interessieren, welche Anforderungen hätte sie?
4. Welche Lösungen gibt es bereits?
5. Wie sieht unser Lösungsvorschlag aus?

Mit all dem gesammelten Material sieht unsere Mind Map zur Zeit etwa so aus:


Noch sehr chaotisch. Noch sehr ungeordnet, ohne erkennbare Struktur. Und zur Zeit auch noch definitiv zu viel an Informationen. Jedenfalls für 15 Minuten Vortrag. Aber es ist immer leichter, Sachen weg zu lassen als hinzu zu fügen.

Morgen verfeinern wir die das Material für die einzelnen Punkte, und fangen an, die Power Point-Präsentation vorzubereiten. Morgen Abend gibt's in der Firma bereits den ersten Testvortrag, am Freitag dann noch einen Testlauf. Und je nachdem, vielleicht kann mich der eine oder andere am Wochenende in irgendeinem Park oder auf irgendeinem Spielplatz in unserer schönen Hauptstadt sehen... wie ich vor meinen Kindern einen Vortrag über RFID halte, um zu schauen, ob sie sich langweilen oder begeistert mitgehen.

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